Am Anfang war der Antisemitismus

Kleiner Aufsatz über die Zeit vor und während der israelischen Staatsgründung

Antisemitismus hat in Palästina eine lange Tradition, zahlreiche Anschläge und Pogrome wurden bereits Jahre vor der Staatsgründung 1948 verübt.

Anfang der 20er Jahre fiel das heutige Israel England als Mandatsgebiet zu. Der Mandatsgouverneur war den Zionisten zwar positiv gesinnt doch war vom Staate Israel noch nicht die Rede. Schon am 4. April 1920 kam es zu antisemitischen ausschreitungen in Jerusalem, bei denen Palästinenser 5 Juden töteten und 234 verletzt wurden. 1929 gab es mehrere Gewalttaten gegen Jüdinnen und Juden, diese gipfelten im August im Massaker von Hebron, bei dem 67 Menschen von der arabischen Bevölkerung getötet wurden. Dies kam einer nazistischen Säuberung gleich, denn nach dem Massaker gab es in Hebron schlichtweg keine jüdischen Menschen mehr, da sie entweder tot oder geflohen waren.

1936 schlossen sich alle palästinensischen Kräfte zusammen um das „arabische Hochkomitee“ zu gründen. Dieses Komitee rief zum Generealstreik und zum Steuerstreik auf, es forderte ein Verbot des Landverkaufs an Juden und einen Stopp der jüdischen Einwanderung, die zu der Zeit massiv stattfand, da viele Menschen aus Deutschland fliehen mussten.

Der Streik ging über in einen arabischen Aufstand (1936-1939) gegen Briten und Juden, unter der Führung von Jerusalems Großmufti Amin al-Husseini, welcher auch Vorsitzender des arabischen Hochkomitees war und in dieser Funktion antisemitische Propaganda verbreitete um die Lage weiter anzustacheln. 1937 wurde das Hochkomitee verboten und al-Husseini musste in den Libanon fliehen, wo er es erneut aufbauen konnte.

Der Großmufti al-Husseini wusste genau wo er seine ideologischen Brüder suchen musste und so nahm er schon 1933 Kontakt zu der deutschen Regierung auf – allerdings vergeblich. Erst 1938, ein Jahr bevor er in den Irak floh wo er antisemitische Pogrome organisierte, wurde er von den Nationalsozialisten ernst genommen und schon 1941 lieferte Deutschland Waffen und Flugzeuge an al-Husseinis Leute zwecks eines pro-ns Putsches und zur bekämpfung der Briten. Jedoch erfolglos. Daher floh der Mufti auch noch im selben Jarh nach Deutschland wo er als Hitlers persönlicher Gast residieren konnte.

Auch in Deutschland blieb al-Husseini nicht untätig. Er verbreitete Propaganda, rief den Dschihad aus und verhinderte die Freilassung von 5000 jüdischen Kindern, die dem Roten Kreuz übergeben werden sollten. Nur durch seine persönliche Intervention bei Himmler wurde dieser Beschluss gekippt und die Kinder wurden in Konzentrationslager deportiert und ermordet.

Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde den Palästinensern angeboten was sie heute als taktisches Mitte gegen Israel anstreben: Ein von der UN anerkannter Staat.

Am 29. November 1947 wurde mit zweidrittelmehrheit in der UN Generalversammlung ein Teilungsplan für Palästina beschlossen. Die arabische Bevölkerung lehnte dies ab. Heute wird in Deutschland sogar von großen Zeitungen wie „Die Zeit“ Geschichtsfälschung betrieben, indem die Schuld daran, dass es eben nicht zu besagter Teilung kam Israel angelastet wird.

Am 7. Mai 1948 wurde der Staat Israel ausgerufen. Keine 24 Stunden später erklärten die arabischen Nachbarländer dem neugegründeten Staat den Krieg (Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien). Dies war der Beginn des israelischen Unabhängigkeitskriegs. Im Folge der Auseinandersetzungen fielen Teile des Landes die ursprünglich für die Palästinenser vorgesehen waren an Israel, da von dort Angriffe auf die Zivilbevölkerung ausgingen.

Im Juli 1949 konnten Waffenstillstandsabkommen ausgehandelt werden, was Israel, zumindest offiziell, einen temporärem Frieden sichern sollte.

Allein die latent antisemitischen Tendenzen, welche schon lange bevor ein jüdischer Staat absehbar war, immer wieder aufs Neue von der palästinensischen Bevölkerung an den Tag gelegt wurden sollten, für vernunftbegabte Menschen, ausreichen das heutige palästinensische Begehren nach Eigenstaatlichkeit zumindest einmal kritisch zu hinterfragen, von aktuellen Entwicklungen und einflussreichen islamistischen Organisationen, wie der Hamas ganz zu schweigen.

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